Kirche Görsdorf

Zur Baugeschichte:

Die Kirche ist ein rechteckiger verputzter Feldsteinbau, dessen Geschichte bis in das 14. Jahrhundert zurückreicht. Im 18. Jahrhundert wurden an der Kirche bauliche Veränderungen vorgenommen. Die Kirche hat Korbbogenfenster und ist mit einem Satteldach versehen. Über dem Westgiebel hat der Sakralbau einen flachen hölzernen Glockenstuhl, in dem sich zwei Glocken aus den Jahren 1917 und 1920, die in Bochum gegossen worden sind, befinden.

Kurz vor Beendigung des 2. Weltkrieges, Ende April 1945, wurde die Kirche stark zerstört. Es standen nur noch die Grundmauern. Der Wiederaufbau der Kirche erfolgte in den Jahren 1948/49, bei dem Dorfbewohner und Gemeindeglieder wesentlich beteiligt waren.

In der Wendezeit (1989/90) wurde das Kirchendach neu eingedeckt. Im Jahre 1992 erfolgte die Einrichtung eines Gemeinderaumes unter der Westempore. Des weiteren wurden der Fußboden erneuert und die Wände neu gestrichen.

Zur Ausstattung:

Der hölzerne gefasste Altaraufsatz datiert aus dem Jahre 1602. Diese Jahreszahl ist im Giebel aufgemalt. Der Altaraufsatz hat einen architektonischen Aufbau mit Doppelsäulen und Beschlagwerkdekor. Die Predella ist mit dem Spruch: „Selig sind, die zum Abendmahl des Lammes berufen sind.“ Versehen. Links und rechts von der Predella befindet sich je ein gemaltes quadratisches Bild. Das linke Bild bringt die „Opferung Isaaks“ zur Darstellung und das rechte thematisiert das ebenfalls überlieferte biblische Ereignis von „Daniel in der Löwengrube“.

Das Hauptfeld des Altaraufsatzes zeigt ein mit Goldfarbe gemaltes Kreuz. Links neben dem Altar (in der nordöstlichen Ecke) steht die hölzerne gefasste Kanzel. Sie entstand um 1600. Der polygone Kanzelkorb zeigt in seinen rechteckigen Brüstungsfeldern, die Ecksäulen haben, die gemalten Darstellungen der vier Evangelisten.

Die hölzerne Taufe steht vor dem Altar. Sie ist achteckig und datiert aus dem beginnenden 18. Jahrhundert. Aus der gleichen Zeit ist auch das Kirchengestühl.

Seit dem Jahre 1996 ist an der Südwand eine Computer-Orgel aufgestellt, die über zwei Manuale, Pedal und 25 Register verfügt.

Die dreiseitige Empore wird von Pfosten getragen. Auf der Westempore ist ein barocker Orgel-Prospekt erhalten.


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