Kirche Tauche

Zur Baugeschichte:

Die Kirche ist ein rechteckiger verputzter Saalbau. Sie wurde anstelle eines Vorgängerbaus im 18. Jahrhundert errichtet. Der Sakralbau ist turmlos. Er ist mit Eckquaderungen und einem Zeltdach versehen.

Der quadratische Anbau mit Satteldach an der Ostseite wurde der Kirche im Jahre 1888 angefügt. Einst diente dieser Anbau als Sakristei. Heute wird er als Leichenhalle genutzt.

Im Jahre 1988 erfolgte eine Renovierung der Kirche.

Östlich der Kirche steht ein hölzerner Glockenstuhl, der im Jahre 1860 errichtet worden ist. In ihm hängen zwei Glocken. Die kleinere Glocke (Bronzeguss) datiert aus dem 14./15. Jahrhundert und die größere Hartgussglocke aus dem Jahre 1956.

Zur Ausstattung:

Vor der Westwand steht der hölzerne gefasste Kanzelaltar. Er entstand am Ende des 18. Jahrhunderts. Links und rechts hat der Kanzelaltar je eine Säule. Der Kanzelkorb ist polygon. Der Schalldeckel hat die Form einer Krone. Der Altar, der ebenfalls hölzerne Schranken hat, wird geschmückt von einem Kruzifix mit einem vergoldeten Corpus. Dieses Kruzifix wurde im Jahre 1825 der Gemeinde vom preußischen König Friedrich Wilhelm III. geschenkt.

Im oberen Bereich hat die Westwand (links und rechts) zwei bunt-bleiverglaste Fenster. Das linke zeigt die Darstellung mit griechischen Buchstaben (Christus) als „Alpha und Omega“ (A und O) und das rechte das Christusmonogramm.

Dem linken Fenster ist die folgende Mitteilung (sie bezieht sich auf beide Fenster) zu entnehmen: „GESCHENK DER PARTNERGEMEINDE DUISBURG-INNENSTADT…“ (zum Erntedankfest 1988).

Die Fenster wurden von dem Duisburger Künstler Berthold Janke entworfen und gestaltet, der dabei altes Glas aus Kirchenfenstern verwendete. Bei seinen Arbeiten wurde der Künstler von Michael Hoffmann und Jochen Bohnen unterstützt.

Links neben dem Kanzelaltar steht die hölzerne gefasste Taufe. Sie hat die Form eines Pokals. Die Taufe ist achteckig und entstand am Ende des 18. Jahrhunderts.

Rechts im Altarraum befindet sich ein Orgel-Positiv. Es hat ein Manual, Pedal und vier Register. Das Instrument ist ein Werk des Orgelbauers Emil Hammer aus Hannover, das er im Jahre 1965 schuf. Im Jahre 1992 wurde der Kirchengemeinde dieses Instrument von der Partnergemeinde in Duisburg geschenkt.

Die Kirche hat eine hölzerne Hufeisenempore, die von Säulen getragen wird. Die Hufeisenempore stammt vermutlich aus der Bauzeit der Kirche. Auf der Westempore hat die Orgel ihren Platz. Sie ist das Werk des Straupitzer Orgelbauers Lehmann aus dem Jahre 1859. Das Instrument hat ein Manual, Pedal und fünf Register. Die Orgel befindet sich in einem sehr desolaten Zustand und bedarf der dringenden Restaurierung.

Im Innenraum hat die Kirche eine flache Putzdecke.


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